Bővebb ismertető
EinleitungDas Deutschtum in Ungarn und seine Bewegung in der ZwischenkriegszeitNach der Volkszählung von 1910 lebten in Ungarn 1 903 357 Einwohner deutscher Muttersprache, das waren 10,4 % der Gesamtbevölkerung. Danach standen die Deutschen unter den Nationalitäten in Ungarn hinter den etwa 3 Millionen Rumänen (16,1 %) und den Slowaken (10,7 %) an dritter Stelle.^ Nach dem ersten Weltkrieg kamen durch die im Friedensvertrag von Trianon (4. Juni 1920) festgelegten Gebietsveränderungen insgesamt 70 % der Ungarndeutschen unter die Oberhoheit der Nachbarländer: insgesamt 534 427 Siebenbürger Sachsen und Schwaben aus dem Szatmärgebiet bzw. aus dem Ostbanat zu Rumänien, 450 687 Schwaben aus der Bácska (Batschka, Backa) und aus dem Westbanat zu Jugoslawien, 150 206 Deutsche aus dem ehemaligen Oberungarn, darunter die Zipser Deutschen, zur Tschechoslowakei und schließlich 221 185 Burgenländer zu Österreich. Innerhalb der durch den Friedensvertrag von Trianon gezogenen Grenzen Ungarns verblieben - nach der Volkszählung von 1920- insgesamt 551 211 Deutsche Mit 6,9% lag der deutsche Bevölkerungsanteil weit über dem der andere, in Ungarn verbliebenen Nationalitäten (Slowaken 1,8 %, Kroaten 0,5 %, Rumänen 0,3 %, Serben 0,2Der, gemessen an der ungarischen Gesamtbevölkerung, bis 1890 in absoluten Zahlen noch steigende Anteil des Deutschtums sank von 1880 an ständig und zunehmend (1880: 13,6 %, 1890: 13,1 %, 1900: 11,8 %, 1910: 10,4 %), und diese Tendenz war gerade in den Zentralgebieten, auf die dann der Friedensvertrag von Trianon den ungarischen Staat begrenzte, am stärksten (1880: 11,7 %, 1890: 10,4 %, 1900: 8,8 %, 1910: 7,3 %). In Trianon-Ungarn setzte sich dieser Prozeß nicht nur fort, er beschleunigte sich sogar: Der Anteil der Deutschen, der 1920 noch 6,9 % betragen hatte, sank bis zur Volkszählung von 1930 auf 5,5 % (478 630 Personen). Dieser Verlust' A. Bohmann: Bevölkerung und Nationalitäten in Südosteuropa. Bd. 2, Köln 1969, S. 28. Ebenda, S. 29 und 36.