Bővebb ismertető
Részlet az első műből:
Vorwort.
Es gibt eine Anzahl alter Bücher, die sich mit der Technik der Malerei befassen und ausführlich beschreiben, wie die Farben, die Pinsel, die Gründe usw, hergestellt werden.
Ein solches Buch ist auch das von Cennino Cennini verfaßte „Buch von der Kunst", Cennini, aus Colle Valdelsa gebürtig, lebte 1372—1473, In Kapitel 104, Seite 97, das die Überschrift trägt: „Auf welche Weise du zur Kunst der Tafel- (Bilder-) Malerei herantreten sollst", schreibt er folgendes:
„Wisse, daß es nicht geschwind gehen wird, dies zu lernen. Zum ersten wird es gewiß ein Jahr dauern, das Zeichnen auf Täfelchen einzuüben — dann mit dem in der Werkstätte stehen, bis du alle Zweige gelernt, welche unserer Kunst zugehören, dann mit der Bereitung der Farben anzufangen, das Kochen des Leimes zu lernen, das Verfahren, Grundieren zu lernen, vergolden zu können durch sechs Jahre hindurch, und dann zu praktischen Versuchen im Malen, Ornamentieren, Beizen, Goldgewänder machen, in der Wandmalerei sich üben — andere sechs Jahre — immer zu zeichnen und weder an Fest- noch an Werktagen abzulassen.
Und so wandelt sich die Naturanlage durch große Übung in Geschicklichkeit um. Ergreifst du aber einen andern Weg, so hoffe nicht, zur Vollkommenheit zu gelangen. Zwar sind viele, welche sagen, sie hätten ohne Meister die Kunst erlernt. Du aber glaube es nicht. Ich gebe dir zum Beispiel dieses Büchlein; wenn du es Tag und Nacht studierest und du hast keine Praxis bei irgendeinem Meister, so wirst du es weder zu etwas bringen, noch mit ehrlicher Miene vor den Meistern bestehen können."
Da nun das Wahre immer wahr, das Schöne immer schön bleibt und das Naturgesetz immer recht behält und sich rächt, wenn es sein Recht nicht bekommt, so paßt der Ausspruch Cen-ninis auch heute noch. Zwar ist die Zeit eine andere geworden, Kunst und Handwerk haben sich getrennt — aber die Sache bleibt dieselbe: Man kann bei einem Hausbau niemals beim Dach anfangen, sondern muß mit den einfachen, aber sicheren Grimdmauern beginnen.