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Hastig stürzte Karlos Pepin die Treppe herunter und klingelte an Mathilde Reeses Tür Sturm. Er tánzelte vor Aufregung hin und her. Befiel ihn innere Unruhe, konnte er nicht mehr auf einem Fleck stehenbleiben; das war ein Verhángnis für ihn. Pepin, ein ehemaliger Schauspieler, der seinen Lebensunterhalt mit gelegentlichen Auftritten in Werbespots oder als Filmstatist verdiente, bekam kein festes Engagement mehr. In den kleinsten Szenen konnte er sich nicht beherrschen, seine Nervositát bewirkte, dafi er hin- und hergehen mufite. Was er auf der Bühne nicht mehr leisten konnte, das vollführte er jetzt im Hause in der Grófién Brunnenstrafie. Aus jedem kleinsten Vorkommnis machte er ein Drama und spielte es den Mitbewohnern vor. Jetzt schien es wieder einmal soweit zu sein. Pepin war der festen Überzeugung, in der Wohnung der Witwe des Obergerichtsvollziehers Bott sei etwas Fürchterliches passiert. Er klingelte noch einmal und rief voller echter Verzweiflung: Tante Tilly, machen Sie doch auf! Ich bin's, Karlos Pepin! Nach diesem Schreckensruf öffneten sich nicht nur die Türen im Erdgeschofi, sondern auch die in den oberen Etagen. Frau Malkowitz aus dem Parterre rief Herrn Pepin erstaunt zu: Was ist denn los, Herr Pepin? Ich weifi nichts Genaues, Frau Malkowitz, stöhnte Pepin, aber bei Frau Bott . . . Die ist doch verreist, bemühte sich Frau Malkowitz den altén Schauspieler zu beruhigen. Sie musterte auf-