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Sundri
Die Weissagung
Regungslos stand Valia Valappan unter den weitausladenden Ästen des großen Banyanbaumes. Er blickte hinüber zu dem spärlich erleuchteten Fenster, hinter dem sich das Schlafzimmer befand. Hoffentlich würde alles gutgehen. Rohini, seine Frau, war sehr zart und hatte ihm bereits vier Kinder geboren. Ein fünftes sollte dort drüben jetzt zur Welt kommen. Valia liebte seine Familie sehr.
Die starken Luftwurzeln des Baumes hingen wie drohende Arme von den Ästen zur Erde hinab. Es kam ihm in diesem Augenblick vor, als ob etwas Böses, Dämonisches nach ihm greifen würde.
Tiefpurpurn war die Nacht, die das weite Hochland bedeckte. Am Himmel glitzerten die Sterne, klar und kalt standen sie in dem Dunkel des Firmaments. Die Sichel des zunehmenden Mondes schien aus purem Silber zu sein. Nicht weich und zärtlich war das Licht, wie es bei Vollmond war, sondern auch so kalt und blitzend wie das der Sterne. Nichts regte sich im Dschungel. Kein Vogelruf, kein Schrei eines Tieres. Nur Stille, schwere, bedrückende Stille.
Was würde dieses fünfte Kind sein? Ein Sohn? Eine Tochter? Valia wünschte sich natürlich einen Sohn, denn es konnten nicht genug Männer da sein, um die Frauen und die Kinder der Familiengemeinschaft zu schützen und zu