Bővebb ismertető
Manchmal, wenn ich allein auf der Straße gehe, bekomme ich Angst. Waren da nicht Schritte? Verfolgt mich jemand? Ich drehe mich abrupt um und suche mit den Augen die Straße nach möglichen Verfolgern ab, ehe ich so schnell wie möghch nach Hause laufe, ohne mich noch einmal umzudrehen.
Ich gehe selten allein auf die Straße.
Manchmal, wenn ich allein in der U-Bahn sitze und ein Pakistan! in meinen Waggon steigt, zucke ich zusammen. Sucht er mich? Ist er auf mich angesetzt? Und wenn ja, von wem? Von meinen Eltern? Meinen Verwandten? Dann steige ich an der nächsten Station aus und warte ab, was er tut. Erst wenn der Zug weiterfährt und der Pakista-ni an mir vorbeirollt, ohne mich anzusehen, entspanne ich mich ein wenig.
Ich fahre selten allein mit der U-Bahn.
Manchmal, wenn ich abends im Bett hege und mein Handy läutet, schrecke ich hoch. Haben sie schon wieder meine Nummer herausgefunden? Wollen sie mich wieder einschüchtern? Wissen sie vielleicht sogar, wo ich wohne? Ich habe schon mehrmals meine Handynummer gewechselt, trotzdem haben sie sie jedes Mal herausgefunden und gewählt. Nachts, meist gegen Mitternacht, wenn ich normalerweise schon schlafe. Ich sage kein Wort, wenn ich abhebe, trotzdem wissen sie, dass ich am Apparat bin. »Wir finden dich«, schreien sie ins Telefon. »Wir erwischen dich. Bald holen wir dich.« Dann weiß ich, dass ich mir eine neue Bleibe suchen muss.
Wieder einmal.