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Leo Trotzki - Stalins Verbrechen [antikvár]

Stalins Verbrechen [antikvár]

Leo Trotzki

 
Vorwort In der Periode des Aufstiegs mochte die Revolution rauh und grausam gewesen sein, aber sie war ehrlich. Sie sagte offen, was sie dachte. Die Politik Stalins ist durch und durch verlogen. Darin äußert sich ihr reaktionärer Charakter. Die Reaktion ist überhaupt unehrlich, weil sie ihre wirklichen Ziele vor dem Volke verbergen muß. Die Reaktion auf dem Fundament der proletarischen Revolution ist eine doppelte Lüge. Man kann ohne jegliche Übertreibung behaupten, daß das thermido-rianische Regime Stalins das verlogenste Regime...
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Vorwort In der Periode des Aufstiegs mochte die Revolution rauh und grausam gewesen sein, aber sie war ehrlich. Sie sagte offen, was sie dachte. Die Politik Stalins ist durch und durch verlogen. Darin äußert sich ihr reaktionärer Charakter. Die Reaktion ist überhaupt unehrlich, weil sie ihre wirklichen Ziele vor dem Volke verbergen muß. Die Reaktion auf dem Fundament der proletarischen Revolution ist eine doppelte Lüge. Man kann ohne jegliche Übertreibung behaupten, daß das thermido-rianische Regime Stalins das verlogenste Regime der Weltgeschichte ist. Es sind nun vierzehn Jahre, daß der Autor dieser Zeilen die Zielscheibe dieser thermidorianischen Lüge bildet. Bis zum Ende des Jahres 1933 hat mich die Moskauer Presse imd folglich auch ihr Schatten, die Presse der Komintern, als englischen und amerikanischen Agenten geschildert und mich sogar nicht anders als »Mister Trotzki« tituliert. In der »Prawda« vom 8. März 1929 ist eine ganze Seite dem Nachweis gewidmet, daß ich ein Verbündeter des britischen Imperialismus sei (damals hieß er in Moskau noch nicht »englische Demokratie«), wobei meine vöUige Solidarität mit Winston Churchill festgestellt wurde. Der Artikel schloß mit den Worten: »Es ist klar, wofür ihm die Bourgeoisie Zehntausende von Dollars zahlt!« Damals hat es sich um Dollars, nicht um Mark gehandelt. Am 3. Juli 1931 erklärte mich die gleiche »Prawda« (mit Hilfe plump gefälschter Faksimile, die zu vergessen sie sich am nächsten Tage selbst beeilte) für einen Verbündeten von Pil-sudski und einen Verteidiger des Versailler Gewaltfriedens. In jenen Tagen kämpfte Stalin nicht um die Erhaltung des Status quo, sondern um die »nationale Befreiung« Deutschlands. Im August 1931 enthüllte das »theoretische« Organ der französischen kommunistischen Partei, »Cahiers du Bolchevisme«, die rührende Einheitsfront zwischen Blum, Paul-Boncour und dem französischen Generalstab einerseits und Trotzki andererseits. Ich blieb somit fest an die Entente-Länder gefesselt! Am 34. Juli 1933, das heißt, nachdem Hitlers Macht in Deutschland bereits gefestigt war, kam ich über Marseille nach Frankreich, dank dem Visum, das mir die Regierung Daladier gegeben hatte. Gemäß den retrospektiven »Enthüllungen« in den Moskauer Prozessen war ich in jenen Tagen bereits ein Agent Deutschlands und beschäftigte mich mit der Vorbereitung des

Termékadatok

Cím: Stalins Verbrechen [antikvár]
Szerző: Leo Trotzki
Kiadó: Dietz Verlag
Kötés: Ragasztott papírkötés
ISBN: 3320015524
Méret: 140 mm x 200 mm
Leo Trotzki művei
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