Bővebb ismertető
Einführung
Durch Berichterstattung in den Medien ist „Ehevorbereitung" zu einem Begriff geworden, über den - endhch - auch im deutschsprachigen Raum ernsthaft nachgedacht wird. Was in manchen Ländern weit über den kirchhchen Bereich hinaus selbstverständhch ist und zum Teil sogar staatlich gefördert oder gar gefordert wird, fand in Deutschland bislang kaum Beachtung oder wurde bestenfalls als „exotische" und wenig bewirkende Aktivität bestaunt. Die scheinbar sehr viel grundlegenderen Diskussionen um Sinn und Unsinn der Institution Ehe inmitten gesellschaftlichen Wandels haben in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten dazu beigetragen, den Blick auf die Ehe selbst zu verstellen. Dabei wurden steigende Scheidungszahlen als Argument für eine Infragestellung der Institution Ehe gewertet, nicht aber für eine Anfrage an die Art der Gestaltung und den Umgang mit der Ehe.
Diese merkwürdige Haltung ließe sich kaum auf einen anderen gesellschaftlich relevanten Bereich übertragen. Allein weil es Autofahrer gibt, die ihren Wagen gegen einen Baum fahren, würde die Erfindung des Autos und dessen Nutzung nicht in Frage gestellt. Vielmehr würde versucht, die Sicherheit des Autos zu erhöhen und Risiken zu mindern.' Dazu gehört eben auch ganz selbstverständlich eine möglichst optimale Schulung, bevor ein Mensch auf die Straßen gelassen wird.
Dieses Buch ist im Sinne jener Analogie ein Plädoyer für Ehevorbereitung. Ehevorbereitung wird Scheidungen genauso wenig verhindern.
Natürlich führen steigende Unfallzahlen und andere schädliche Nebenwirkungen des privaten Autoverkehrs auch zu grundsätzhchen Diskussionen über „das Auto an sich" - zum Beispiel zugunsten eines öffentlichen Nahverkehrs. Insofern hinkt mein Beispiel, weil ich die Aufgabe des Individualverkehrs durchaus für bedenkenswert halte, nicht aber die Abschaffung der Institution Ehe.