Bővebb ismertető
Vorwort
Viele Jäger bevorzugen unter den Jagdarten auf Schalenwild die Pirsch. Diese Vorliebe erwächst ständig neu aus der vor-und nachvollziehbaren ununterbrochenen Spannung, der der Jäger auf der Suche nach Wild unterliegt. Er spürt dieses ungebundene Forschen und Erleben, das „Einssein" mit der Natur, das Nichtwissen, was kommt, als unmittelbares Jagen, als höchste Freude und Lust am Weidwerk. Dieses immer wiederkehrende Gefühl gesteigerter Spannung bei der Pirsch, das auf sich allein gestellte Suchen unvorhergesehener jagdlicher Ereignisse, fand seinen Ausdruck in der jägerischen Wendung „Die Pirsch ist die Krone der Jagd". Und verständlicherweise gelangen junge Weidgenossen, die von älteren diese Worte mit auf den Weg bekommen, zu der vermeintlichen Erkenntnis, daß einzig und allein die Pirschjagd die erstrebenswerteste, am meisten erfolgversprechende Art der Jagdausübung auf Schalenwild sei. Sie übersehen jedoch aufgrund fehlender jagdlicher Erfahrungen, daß Pirschen hohes weidmännisches Können voraussetzt, Ausdauer und Gewandtheit erfordert und nur bei vollendeter Beherrschung zu jagdlichen Erfolgeh führt. Wirkliches Pirschen verlangt universale ununterbrochene Aufmerksamkeit, aber auch überlegtes und bedächtiges Bewegen im Revier, um den scharfen, immer wachen Sinnen des Wildes zu entgehen - „Das Haar, das der Jäger verlor, wird vom Hirsch vernommen, vom Keiler gewittert, vom Schaufler und Widder geäugt."
Wer sich zu diesen Voraussetzungen nicht erziehen kann und dennoch pirscht, schadet dem Wild, stört unnötig seinen Tagesrhythmus.
Besonders unsachgemäßes und häufiges Pirschen in unmittel-