Bővebb ismertető
EinleitungFast fünf Stunden táglich nutzen die Bürger in der Bundesrepublik die publizisti-schen Medien Fernsehen, Radio und Tageszeitung.1 Betrachtet man die gesamte Palette der Massenmedien - einschliefílich Büchern, Zeitschriften, Kino, Schall-platte, Ton- und Videokassette so kommt man auf durchschnittlich fast sechseinhalb Stunden táglicher Bescháftigung mit medialer Information und Unter-haltung.2 Damit widmen die Menschen der Mediennutzung - neben Schlafen und Arbeiten - heute die meiste Zeit in ihrem Leben.In den vergangenen 20 Jahren hat der Nutzungsumfang publizistischer Medien um über 50 Prozent zugenommen, und realistische Einschátzungen der zukünftigen Entwicklung erwarten einen weiteren Zuwachs. Diese Annahme stützt sich vor allém darauf, daő einerseits die frei verfügbare Zeit der Menschen, andererseits das Angebot an medialer Kommunikation weiter zunehmen werden. In vielen Prognosen wird die unmittelbare Zukunft mit Stichworten wie Informationsgesell-schaft" oder Mediengesellschaft" charakterisiert.Alle technischen Voraussetzungen dafür sind bereits jetzt vorhanden. In den vergangenen Jahren wurde eine Vielzahl neuer Kommunikationsformen, Speicher-und Verteilmedien entwickelt, erprobt und teilweise bereits eingeführt, u.a. Bild-schirmtext, Videotext, Videorecorder, Bildplatte, Kábel- und Satellitenfernsehen. Es ist absehbar, dal? die explosionsartige Entwicklung dieser und anderer Informations-technologien - wie vor allém der Mikroelektronik - die gröfíten gesellschaftlichen Veránderungen seit der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert herbeiführen wird.Welcher Art diese Veránderungen sein werden, láfit sich kaum absehen. Prognose und Planung sind vor allém deshalb erschwert, weil wir ganz allgemein über den Zusammenhang zwischen Massenkommunikation und Gesellschaft, über die Wirkungsgesetze der Medien so wenig wissen, auch nicht über die der herkömm-lichen Medien. Welche gesellschaftlichen Folgen zum Beispiel der Entwicklung der Massenpresse um die Jahrhundertwende zuzuschreiben sind, welche dem Aufkom-men von Radio und Film in den zwanziger Jahren und welche der Ausbreitung des Fernsehens seit den fünfziger Jahren, ist durch wissenschaftliche Forschung nur unzulánglich geklárt worden.Besonders Politiker und Pádagogen beklagen diesen Mangel an gesicherten Kenntnissen über Medienwirkungen, seit die erhebliche Ausweitung technischer'Berg, K. und Kiefer, M.-L. (Hrsg.), Massenkommunikation II. Eine Langzeitstudie zur Mediennutzung und Medienbewertung 1964-1980. Frankfurt a.M. 1982, S. 31 ff. 2 Media Perspektiven. Daten zur Mediensituation in der Bundesrepublik 1983, S. 41 (telesko-pie - Strukturerhebungen Winter 1981/82 und Sommer 1983).