Bővebb ismertető
ZUM GELEIT
Die musikbegeisterte Welt feiert in diesem Jahr den 200. Geburtstag Ludwig van Beethovens. Wir in der Deutschen Demokratischen Republik, angesprochen von Walter Ulbricht, „die humanistischen Traditionen der deutschen Literatur und Kunst zu pflegen und sie zum Bestandteil des sozialistischen Humanismus zu machen", wollen das Werk des großen Meisters allen Werktätigen nahebringen, nicht nur die Musik, die er geschaffen hat, sondern auch das, was er mit dieser Musik sagen, ausdrücken, der Menschheit ans Herz legen wollte.
Seine Werke wurden viel aufgeführt. Sie galten — wobei man immer wieder die gleichen in den Vordergrund rückte und die schier unermeßliche Breite seines Schaffens übersah — als populär, ja sogar als „zugkräftig". So dienten sie mitunter oberflächlicher Ergötzung, lukullischem Genießen. Wir aber wollen uns mit ihnen und damit mit ihrem Schöpfer auseinandersetzen. Wir wollen seinen Ausspruch beherzigen, daß die Musik „Feuer aus dem Geiste schlagen muß". Wir wollen zum Maßstab unserer Huldigung machen, was Beethoven für seine Zeit und was er für unsere Zeit bedeutet. Daß das Beet-hoven-Jahr zugleich das Lenin-Jahr ist, gibt unseren Erwägungen besonderes Gewicht.
Wo könnten Beethovens Werke besser erörtert und zur Diskussion gestellt werden als im Deutschen Kulturbund, dem Dr. h. c. Alexander Abusch auf dem VII. Bundeskongreß als die eigentliche neue Aufgabe gestellt hat, „daß wir, ausgehend von den wesentlich gestärkten Positionen unserer Gesellschaft, eingreifen in die geistigen Auseinandersetzungen zwischen Sozialismus und Kapitalismus, zwischen Humanismus und Antihumanismus".
Den großen Humanisten Ludwig van Beethoven zu ehren, ist unsere Absicht. Sie in die Tat umzusetzen, sind unsere Freundeskreise, unsere Klubs, unsere Ortsgruppen aufgerufen. Um ihnen dabei Hilfe zu leisten, hatte die Zentrale Kommission Musik beim Präsidialrat des DKB im Dezember 1969 eine Beethoven-Konferenz einberufen. Zu ihren Ergebnissen gehört auch die vorliegende Broschüre, die, so hoffen wir, auch über den Deutschen Kulturbund hinaus als Material zur Würdigung des Künstlers angesehen wird.
Prof. Dr. Karl Laux Mitglied des Präsidiums des DKB Vorsitzender der Zentralen Kommission Musik beim Präsidialrat des DKB