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Utah 1912
Jagd in der Wüste
Der Trupp jagte über die Wüste hin. Die Hufe ihrer Pferde donnerten unter ihnen. Eine Staubwolke stieg hinter ihnen auf. Sie ritten schnell und ausdauernd, als wollten sie der Sonne entkommen, die über einen Berg hervorlugte und schon harte Schatten über die karge Landschaft warf. Bald würde die Wüste wieder glühen.
Direkt vor ihnen lag eine Felsenformation mit einem Labyrinth von Höhlen darin. Die uniformierten Reiter zügelten ihre Pferde, als sie ihren Anführer vorne die Hand heben sahen.
»Ab-sitzen!« rief er.
Einer der ersten Reiter, die vom Pferd stiegen, war einer mit einem strohfarbenen Haarschopf. Er blickte sich unter den anderen um. Aus der Entfernung, dachte er, könnte man uns wahrscheinlich für eine Kavalleriebrigade halten. Aus der Nähe sah das allerdings anders aus. Selbst wenn er sich anstrengte, sie sich als Soldaten vorzustellen, gelang es ihm nicht. Sie waren ziemlich eindeutig einfach nur ein Trupp Pfadfinder. Mit Ausnahme von Mr. Havelock war nicht einer von ihnen über dreizehn.
Einer der Jungen, ein kleiner Pummel, ging gerade von seinem Pferd weg. Der Blonde wußte, daß er Herman hieß, aber er kannte ihn nicht weiter. Er hatte von anderen gehört, daß Herman zu Hause Ärger hatte. Was für Ärger, wußte er nicht, aber unverkennbar hatte er auch hier Probleme. Herman beugte sich vor, schwankte hin und her, und sah aus, als fiele er gleich vornüber. Schließlich blieb er stehen, stützte sich mit den Händen auf seinen Knien, würgte und erbrach sich. . .