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Die Tür öHncl sich auf die Vergangenheit. Oder das Fensler. Schlecht. Alle Arten von Stau!:), von Federn, von Insekten, in ihren eigenen Fäden gefangen, von Erinnerungen, von altem Gekritzel, Briefe mit unleserlichen Unterschriften, alle möglichen Gewissensbisse, Seufzer, angenagte Träume, verlorene Düfte, verdunkelte Zimmer, Dinge, die die Seele lähmen, alle möglichen Ereignisse, der \Vind des Lebens, die von Gott weiß woher gekommenen Abschweifungen, diese Art und Weise, zn vergilben, die Papier und Gedächtnis haben, diese Art und \Veise, sich aus allem herauszuhalten, diese Art und Weise, zu fliehen, die selbst das Feuer hat, und es gibt keine Schmetterlingsnetze für die Worte, den Schein, nichts ist so schwer zu behalten wie die Musik, von der man einst berauscht war, die Illusion der gehörten, vergessenen, wiedergefundenen, trügerischen Worte, ohne daß man es absichtlich tut, daß man es will, unc wie soll man den Faden wiedcrfmden gegen die gesagten Dinge, man erwacht nie zurück aus einer Ohnmacht, die Tür, die Tür , alles blockiert ihren Flügel, und wenn sie dann nachgibt, diese Wolke, diese Angst, was ward dahinter sein, was wird dort von uns noch sein, welcher Rauch? (Dies für jene, die einma oder mehrmals das Verlöschen der Welt kennengelernt haben, jetzt liegt es perlgrau über jedem Ding, nichts mehr als der Kopf und der Schmerz )
Dieses Buch gleicht nichts anderem als seiner eigenen Unordnung. Es zieht sich durch siebenunclzw^anzig Jahre dahin, siebenundzwanzig heute am Weihnachtstag, dahingegangen wäe die zerstreuten Nadeln einer umgekippten Nadelbüchse. Es bekommt einfach keinen Sinn. Noch w^eniger Form. Es verirrt sich, kommt auf seinen eigenen Spuren zurück . . . Für Augenblicke könnte man glauben, ihm zu folgen, doch schon findet man sich anderswo wieder, von wo man vor sehr langer Zeit fortgegangen zu sein sich einbildete . . . So, als säßen wir in einem Theater, in dem die falsch numerierten Eintrittskarten Zuschauer und Platzanweiserinnen völlig durcheinanderbringen, so daß sich niemand mehr auf diesem Orchestersitz oder gar auf diesem Klappstuhl sicher wähnen darf und sich so etwas wie eine Angst breitmacht, sobald das Orchester in seinem Graben leise mit der Ouvertüre beginnt, der Vorhang bewegt sich, doch er wird zurückgehalten, von wem? von welcher Hand?, damit er nicht hochgeht, es müßten sich, bevor das Stück beginnt, erst einmal alle beruhigt haben, die Sitze dürften nicht mehr so quietschen, die Ungewißheit in jedem, irgendwann vielleicht von seinem Sitz verjagt zu werden, es müßte, es müßte, und wenn die Vorstellung dennoch begänne, bevor sich alle beruhigt haben, nachdem die Leute wie Stahlkugeln in ihre Löcher gefallen sind in diesen kleinen runden Büchsen, mit denen ich nie zu spielen aufgehört habe, oder \'ielleicht es sei denn, die W orte würden zerbrechen, bevor sie ausgesprochen sind, wer weiß? ^Vir sind vielleicht am Vorabend eines schw^eren Unglücks, Menschen um-