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ERSTES KAPITEL
DIE AGGRESSOREN UND IHRE HELFERSHELFER
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Am 11. November 1918 verstummte der Geschützdonner an den Frontén des ersten imperialistischen Weltkrieges. Die Völker Europas, denen der Krieg unendliches Leid gebracht hatte, schöpften Atem. Bürgerliche Pro-pagandisten verkündeten übereilt, ein neuer historischer Zeitabschnitt, eine Epoche des Friedens habe begonnen.
Doch es gab keinen Frieden für die Völker. Der Weltimperialismus setzte seinen blutigen Krieg gegen den jungen Sowjetstaat fort, dessen Werktátige die Herrschaft des Kapitalismus beseitigt und den lichten Weg zum Sozialismus eingeschlagen hatten. Churchill strebte danach, in dem Feldzug der Weltreaktion gegen den Sowjetstaat den Oberbefehl zu über-nehmen, und rief hysterisch dazu auf, den Bolschewismus in seiner Wiege zu ersticken. In den verschiedenen Teilen des unermeClichen kolonialen Hinterlandes des Imperialismus gingen die Kolonialherren unmenschlich brutal gegen Freiheitskámpfer vor.
Das erste Viertel des 20. Jahrhunderts náherte sich bereits seinem Ende, als im Október 1925 die einfluíkeichsten Politiker des bürgerlichen Europas auf der Konferenz von Locarno erklárten, jetzt sei endlich die Grenze er-reicht, die Wasserscheide zwischen den Jahren des Krieges und den kom-menden Jahren des Friedens. Es war eine Wasserscheide, doch von völlig anderer Natúr: Eine Reihe von Kriegen war vorüber, und neue Kriege reiften heran. In Locarno bemühten sich die bürgerlichen Regierungen, im lnteresse der Monopolé neue Kriegsherde zu schaffen. Wáhrend die Schá-den des ersten Weltkrieges noch nicht überwunden waren, wurde für neue Kriege bereits Zündstoff zusammengetragen.
Der erste Weltkrieg war nicht zufállig ausgebrochen. Im kapitalistischen System hatten sich áufierst tiefgehende Widersprüche herausgebildet. Neben den Besonderheiten des imperialistischen Entwicklungsstadiums hatten sie gesetzmáBig zum Ausbruch dieses Krieges geführt. Im Verlauf des ersten Weltkrieges stürzten die russischen Arbeiter und Bauern den Zarismus und