Bővebb ismertető
Glück und Leid verschmelzen in der Seele des Musikers zu rätselvoller Einheit. Der große Musiker ist glücklich und unglücklich, stolz und bescheiden, weise und kindlich zugleich.
So geschieht es, daß ein Hungernder die lieblichsten Melodien schreibt, daß ein Zarter und von allen Grazien Gesegneter die Posaunen des Jüngsten Gerichts komponiert, daß ein Raisonneur die innigsten Themen erfindet und ein Kraftvoller so scheu wie ein Kind ist. Bald gestalten diese Meister sich selbst, bald ihre Sehnsucht, die sich nie erfüllt, bald ihr eigentliches, streitbares und umstrittenes, bald ihr besseres Ich. Eines aber ist allen gemeinsam: ein ungeheures, eingeborenes Wissen, das über alles Menschliche hinausreicht; sie sind es nicht selbst, die schaffen, es ist der Geist, der in ihnen wirkt, bis er die irdische Form zerbricht.
Fast ist es gleichgültig, wer ihre Lehrer sind. »Es gibt keine guten Lehrer , es gibt nur gute Schüler«, habe ich in meiner Kindheit Josef Joachim sagen hören, der selbst ein weltberühmter Lehrer war.
Bei so viel Zwiespalt lohnt es der Mühe, den Geschehnissen nachzuspüren, die erahnen lassen, wie unendlich reich die großen Armen unserer Erde waren und wie unendlich arm in ihrem begnadeten Reichtum.