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[ Erstes Kapitel Ich will die Aktén meines Lebens zusammenstellen. Wer weil?, wieviel Zeit ich noch habe? Der Schritt, zu dem ich mich entschloíS, kann verhángnisvoll werden. Langsam, sicher vergeht die Nacht. Und plötzlich kommt dann, auf den FuEspitzen, wie ein Mörder, der schwarze Schlaf und stellt sich geráuschlos hinter mich. Unversehens prel?t er mir die Hand auf die Augen. Und dann gehöre ich nicht mehr mir. Dann kann mit mir alles geschehen. Ich will die Aktén meines Lebens zusammenstellen, bevor ich noch einmal einschlafe. Über alles besitze ich genaue Aufzeichnungen. Mein Leben war wie ein Traum, und meine Tráume waren wie das Leben. Mein Leben war schön wie ein Traum; o wáre doch mein Leben unglücklich und wáren meine Tráume schön gewesen! ... Es begann im Altér von sechzehn Jahren. Absonderlichkeiten hat es wohl auch schon vorher gegeben. Doch waren diese durchaus nicht auffallend; sie mochten schlechthin für Kindereien gelten. So etwa die Sache mit dem Tischler. Tag für Tag ging ich an der Tischlerei vorbei, auf dem Weg zur Schule. Oft blieb ich vor dem engen Fenster stehen. Diese dunkel scheinende Werkstátte ward in meiner Phantasie allmáhlich der Schauplatz der Geheimnisse. Ohne jeden Grund stellte ich mir vor, daL dort, unter dem Mantel der Tischlerei, grofíe Verbrecher, Falschmünzer oder vielleicht sogar Mörder ihr Unwesen treiben oder unschuldige Knaben gepeinigt werden ... Knaben wie ich. Ja, ich suggerierte sogar diesen meinen Glauben auf irgendeine Art einigen Gefáhrten, so daE wir zur Erforschung dieses Geheimnisses eine wahrhaftige Sherlock-Holmes-Gesellschaft gründeten. Die Gesellschaft, desgleichen auch