Bővebb ismertető
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n der Gescliichte des deutschen Musikdramas bedeutet die Oper Freiseinitz voa Carl Maria von Weber (geb. 18. Dezember 1786, gest. 5. Juni 1826) den Anfang einer neuen Periode. Mit Freischütz ist Weber zum Schöpfer der romantischen Oper g-eworden. Hatte auch schon einige Jahre zuvor Spohr mit seinem Faust das Gebiet der Eomantik in feinsinniger Form musikalisch auszugestalten gewusst, so war es doch erst dem Freischütz vorbehalten, sich mit unmittelbarer Gewalt an die deutsche Volksseele zu wenden und darin den vollsten Wiederhall zu erweclcen.
Der Textdichtung' liegt eine „Der Freischütz" betitelte Novelle aus dem Gespensterbuch von Aug Apel und F. Laim zu Grunde. Schon 1810, bald nach dem Erscheinen des Gespensterbuchs, hatte Weber durch seinen Freund Alex, von Dusch den Freischützstoff kennen gelernt und sogleich dessen Verwendung als Oper in Aussicht genommen. Die Ausführung der erforderlichen Umarbeit blieb aber auf den Entwurf eines Scenariums uud einiger Auftritte beschränkt und wurde schliesslich ganz aufgegeben. Erst im Oktober 1816, gelegentlich einer nur flüchtigen Besprechung mit dem Dichter Friedrich Kind in Dresden, kam Weber auf den Freischütz wieder zurück. Seine im Januar 1817 erfolgte Uebersiedlung nach Dresden führte ihn mit Kind abermals zusammen und wurde alsbald die Veranlassung zu einem näheren Gedanlcenaustausch über die bereits in Erwägung gezogene Opernidee. Kind erklärte sich zur Dramatisirung des Stoffes bereit und machte sich sogleich mit vollem Eifer an die Arbeit. Er schrieb den Text in der kurzen Zeit von nur neun Tagen. Schon am 1. März 1817 war die vollständige Dichtung fertiggestellt. Ursprünglich umfasste sie vier Akte. Nach langem Widerstreben verstand sich Kind dazu, die das Ganze einleitenden beiden Scenen zwischen Eremit und Agathe fallen zu lassen und den jetzt bestehenden Anfang herzustellen. Die Oper wechselte übrigens öfters ihren Namen. Statt des anfänglichen „Freischütz" wählte man den Titel „Der Probeschuss", dann „Die Jägerbraut" und griff endlich wieder, nach dem Vorschlage des Berliner Intendanten Brühl, der die Oper zur ersten Aufführung angenommen hatte, auf den ersten Titel zurück.
Die Komposition am Freischütz beschäftigte Weber ungewöhnlich lange Zeit: Am 2. Juli 1817 schrieb er die erste Notenskizze nieder und beendigte die Partitur erst am 13. Mai 1820, eigentlich erst am 28. Mai 1821 in Berlin mit der von der Darstellerin des Aennchen gewünschten zweiten Arie. Seine amtliche Thätigkeit
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