Bővebb ismertető
1. einleitung
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Depotfunde der 8tufe J3 IV, namentlich die der Depotfund-liorizonte von Forró und Ópályi korpusmäßig vorzulegen. Sie bildet also eine Fortsetzung des Bandes »Bronzefunde des Karpatenbeckens, Depotfundhorizonte von Hajdúaámson und Koszi-derpadläs« (Budapest 1967). So ist es selbstverständhch, daß immer wieder auf diesen Bandzurückgegriffen werden muß, da die älteren Funde die typologischen Voraussetzungen in sich tragen. Auch hinsichtlicii der Methode möchten wir die betretenen Bahnen nicht verlassen. Nicht ein jeder Fund kann mit derselben methodischen Breite behandelt werden. Bei den jüngeren Funden sind die stratigraphisclien Grundlagen sehr eingeschränkt, weil wir in der Stufe B IV nicht mehr über große Siedlungen mit Stratigraphie verfügen. Auch hier seien jene Methoden angedeutet, die bei dieser Arbeit richtungsweisend waren.
a) Klärung der Fiindmnslände und der Fundzusammeiifjehörigkeit. Dies ist bei den hier beliandelten Funden oft schwieriger als bei den älteren, da viele aus Privatsammlungen stammen und ihre Dokumentation sehr ungenau ist. Bei vielen kann man bereits nach einer flüchtigen Analyse die Unmöglichkeit der Zusammengehörigkeit feststellen. Auch Altmetall ist schon in den Depotfunden der Stufe B IV, manchmal sogar ziemlich viel, vorhanden. Es sei auch bemerkt, daß sich einige jüngere Depothorizonte in kleineren zeitlichen Abschnitten folgen. Bei nur teilweise erhaltenen Depots ist oft schwer zu entscheiden, ob sie einem der hier behandelten Depothorizonte oder einem jüngeren zugeordnet werden können, z. B. dem von Aranyos. Ebenso schwierig ist oft die Feststellung, ob traditionsgebundene Formen oder einfach Erbstücke vorliegen.
b) Trennung der Typen und Varianten nach zeitlichen Horizonten. Auch bei dieser Methode tauchen Schwierigkeiten auf, da einige Typen sehr langlebig sind und verschiedene Waffen oder Schmuckgegenstände lange Zeit hindurch in Gebrauch standen, d. h., daß Traditionen mit einzelnen Formen verknüpft zu sein scheinen. So überraschen immer wieder Nackenscheiben-äxte, wie sie zum Formenbestand der Depotfunde vom Typus 0])ályi gehören, nocli in Funden mit Riegsee-Schwertern, wobei gesicliert zu sein scheint, daß in dieser jüngeren Stufe die Massenproduktion der Nackenscheibenäxte Typus D und E bereits der Vergangenheit angehörte, oder doch nur noch gelegentlich solche erzengt worden sind.
c) Analyse der Typenassoziationen. Diese Methode sollte, wenn die Möglichkeit bestünde, zur statistischen Erfassung der Fundzusammensetzungen der einzelnen Horizonte dienen. Leider würden auch die genauesten Rechnungen und Statistiken keine wissenschaftlich auswertbaren Resultate zeitigen, da die meisten Funde nur teilweise erhalten sind. Bei der Analyse der Typenassoziationen sind auch regionale Unterschiede zu berücksichtigen, so daß die Assoziation immer nur eine beschränkte geographische Bedeutung hat, und eine noch so klare Typenassoziation für Nordostungarn und Siebenbürgen überhaupt keinen Aussagewert in Transdanubien besitzt oder haben muß.
d) Analyse der Formen und der Verzierung. Verzierungen, gepunzte oder getriebene, haben in der Stufe B IV eine viel untergeordnetere Bedeutung als in der Stufe B III. Es ist vor aUem eine Analyse der Armbänder und einiger anderer Schmuckgegenstände möglich; an Waffen und Geräten sind Muster ziemlich selten. Eine viel größere Bedeutung kommt der Analyse der Formen zu, und man wird auch auf Werkstattzentren schheßen können.
e) Kartierung der Leittypen der Depotfunde. Bei den älteren Depotfunden, die typologisch noch nicht so differenziert waren, war es viel weniger schwierig, eindeutige Leittypen klarzustellen. Die Äxte genügen hier nicht mehr, auch die anderen Waffen nicht, sondern man muß Grundassoziationen berücksichtigen, wie das Vorkommen von gewissen Axt- und Beiltjrpen und ihre häufigste Vergesellschaftung mit einzelnen Schmucktypen.
f) Vergleich mit Siedlungs- und Grabfunden. Da, wie bereits angedeutet, in dieser Stufe Siedlungen mit guter Stratigraphie fehlen, kann man die wenigen Siedlungsfunde bei den hier behandelten Depotfunden nur in sehr beschränktem Maß berücksichtigen. Die Analyse der Fundzusammenhänge der Gußformen in Siedlungen verspricht einige Resultate. Viel bessere Möglichkeiten wären beim Vergleich mit Grabfunden gegeben, nur sind einerseits die Depotfunde, deren Gefäße erhalten sind, sehr selten, anderseits sind in dieser Zeit Grabfunde mit