Bővebb ismertető
EIN TRAUM, EINE ERINNERUNG
Ein geflüsterter Name.
Der Junge bewegt sich im Schlaf. Blasser, dunstiger Mondschein erhellt das Zimmer. Die Schatten sind dunkel und dicht.
Das Kind dreht den Kopf, wendet ihn dem Fenster zu, und sein Gesicht verwandelt sich in eine weiche Maske, makellos und rein. Ein Traum stört seine Ruhe - unter den Lidern bewegen sich die Augen.
Der gewisperte Name:
»David «
Eine leise Stimme, wie aus weiter Ferne. |
Der Junge runzelt die Stirn, doch die Stimme ist Teil des Schlummers, erklingt in seinem Traum. Sein Arm löst sich von feuchten Laken, und die Lippen zittern, murmeln lautlos. Irgend etwas lockt die Gedanken aus visionärer Tiefe, läßt sie aufsteigen i
aus der Gestaltlosigkeit des Traums. Der Protest des Knaben verschafft sich Luft, als er erwacht.
Durch das Fenster beobachtet er den bleichen Mond und überlegt, ob er sich seinen Schrei nur eingebildet hat.
Tief in seinem Herzen lastet schwerer Kummer, eine Trauer, die das Blut in seinen Adern verdickt, alle Bemühungen, in die Wirklichkeit zurückzukehren und zu existieren, zu einem fast hoffnungslosen Unterfangen macht. Doch die flüsternde, zischende Stimme befreit ihn von der inneren Mattigkeit.
»David «, haucht sie erneut.
Er weil?, woher sie kommt - und schaudert.
Der Knabe hebt den Kopf, reibt sich salzige Nässe aus den Augenwinkeln. Er hat im Schlaf geweint. Sein Blick fällt auf die grauen Konturen der Tür, und plötzlich fürchtet er sich. Er hat Angst und ist gleichzeitig fasziniert.
Er zieht die Decke beiseite, und als er zur Tür geht, streichen die Hosenaufschläge seines zerknitterten Schlafanzugs über den