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Es liegt in der Natur der Sache.
Wenn ein Schriftsteller, von allen guten Geistern verlassen, während eines Viertel jahrhunderts pausenlos Bücher schreibt und seine ebenfalls nicht ganz normalen Leser ihm immer noch treu bleiben, wird diese literarische Liebelei unvermeidlich zu einer Ehe. Eine Ehe von 25 Büchern, die alle Vor- und Nachteile dieser weit verbreiteten und nicht unkriti-sierten Institution hat. Und so ist es nur natürlich, daß die beiden unfreiwilligen Partner sich bei der Silbernen Hochzeit fragen, mit wem sie da eigentlich fast lebenslang verbunden waren.
Der Schriftsteller verläßt dann seinen Elfenbeinturm, begibt sich auf Vörtragstournee und verteilt immer unleserlichere Unterschriften en gros. Er versucht außerdem, bei verstohlenen Blicken durch Buchhandlungsfenster endlich einen Leser beim Kauf eines seiner Bücher zu erwischen. Bei Erfolg gerät er in erotische Ekstase.
Gleichzeitig wird aber auch das Publikum auf den Mann hinter den Buchstaben neugierig, will erfahren, wer er ist, ob er so griesgrämig dreinschaut, wie man es von einem Humoristen erwartet, ob seine Augen von Schlafmangel gerötet sind, wie es der gute Ton verlangt, ob er groß oder klein ist, glatzköpfig oder im Gegenteil: ein Toupet trägt.
Dieses Vorwort sollte ausnahmsweise gelesen werden. Danke.
Über das Geschlechtsleben von Humoristen