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Zur deutschen Literatur im neunzehnten Jalirhundert
Bürgerlich-liberale und revolutionär-demokratische Literatur in der revolutionären
Periode vor 1848 und der bürgerlich-demokratischen Revolution von lS48j49
Fünfzehn Jahre vor dem Erscheinen des „Kommunistischen Manifests" wies Heinrich Heine in seiner Schrift „Die Romantische Schule" am Beispiel der deutschen romantischen Schule mid ilirer Literatur nach, wie jede Literatur in den gesellschaftlichen Kämpfen ihrer Zeit, progressiv oder regressiv, eine aktive Rolle spielt. Heines Wort richtete sich gegen jene Dichter, die sich von der Wirklichkeit abwandten. Er deckte den nach 1815 immer deutlicher sichtbar werdenden reaktionären Charakter der romantischen Literatur auf.
Heine sah für sich und seine Mitstreiter in den demokratischen und plebejischen, den realistischen und volkstümlichen Traditionen der deutschen Literatur den Ausgangspunkt und das Vorbild für ihren Kampf und für eine neue literarische Blüte.
Schon vor der Julirevolution von 1830 forderte Heine, daß der Dichter als Volkstribun zu wirken hätte. Mit dieser Forderung, die er besonders nach 1850 verstärkt erhob, war der zeitgenössischen Literatur eine grundsätzliche Richtung gewiesen. Bei der Einschätzung der folgenden Literatur muß man von dieser Forderung Heines ausgehen.
Die Julirevolution, die vierzig Jahre nach der noch gegenwärtigen französischen bürgerlichen Revolution ausbrach, zeigte den bürgerlichen Dichtem deutlich, daß der Geschichtsablauf in Revolutionen kulminiert.
Auch in Deutschland war die Entwicklung nicht stehengeblieben. Trotz des hemmenden monarchistischen Systems und der nach 1834 verstärkt einsetzenden Reaktion, trotz der politischen Zersplitterung und der relativen Zurückgebliebenheit der Industrialisierung gegenüber Frankreich und England wurde 1834 der Zollverein gegründet, pfiff 1835 die erste Eisenbahn in Deutschland, arbeiteten erste mechanische Webstühle, ging die zuerst zögernde Mechanisierung in eine desto schnellere Industrialisierung über. Das Bürgertum machte seine Forderungen geltend. Die Opposition gegenüber der feudalen Reaktion imd deren Helfer wuchs.
Der Einfluß revolutionärer Unabhängigkeitsbewegungen in Griechenland und Polen und der Dekabristenaufstand in Rußland fanden ein kräftiges Echo in der deutschen Literatur und ein offenes Ohr bei den fortschrittlichen Kräften in Deutschland. Die vielen Griechen- und Polenlieder, auch ühlands Gedichte und viele studentische Freiheitslieder zeugen davon.
Zur gleichen Zeit etwa schleuderte in Hessen ein junger Revolutionär zornig der Reaktion seine Kampfansage entgegen. Georg Büchner, zwanzigjähriger Student, hatte 1834 in Gießen