Bővebb ismertető
1. EINLEITUNG
Die Völker der Völkerwanderungszeit führten untereinander einen ununterbrochenen Kampf auf Leben und Tod. Die Mehrzahl der Völker, die an der endlosen Reihe der Kriege teilgenommen hatten, wurde jedoch aufgerieben. Sie verschwanden und überließen ihren Platz neueren Völkern und kräftigeren Staatsgebilden.
Unter den führenden Völkern der Völkerwanderungszeit sind auch die Gepiden zu finden. Ihr Schicksal war mit dem Mitteldonaubeoken eng verbunden, ihr Staatsleben blühte hier, in Gepidien (s. Jordanes, Getioa, XII, S. 74; Oeographus Bavennas, I, S. 11: IV, S. 14), nach dem Tode Attüas (453 u. Z.)auf den Trümmern des Hunnenreiches^ auf. Ebendort verschwanden sie unter den Schwertschlägen der Awaren und Langobarden (568 u. Z.). Ihre höchste geschichtliche Bedeutung war, daß sie gemeinsam mit ihren Verbündeten, den Rugiern, Skiren, Hernien und. Swew-Quaden das Weltreich Attilas zum Umsturz gebracht haben. Ferner waren sie ein Hauptpfeiler des auf Gepidien aufgebauten Awarenreiches und der Awarenmacht.
Das Andenken der Gepiden bewahren die Geschichtsquellen, die Reste der Siedlungen und die Skelettgräberfunde — eine überaus reiche Hinterlassenschaft dieses verschwundenen Volkes.
Zweck der vorliegenden Arbeit ist, die archäologische Hinterlassenschaft des Gepiden-volkes bzw. des Gepidenreiches, in der Zeit von 464—568 u. Z. zu veröffentlichen und dadurch eine neue Quelle für die Forschung zu erschließen.
Das Denkmalmaterial der Gepidenzeit wurde bisher als Ganzes nicht zusammengefaßt. Ohne Kenntnis desselben wird man sich aber kaum ein klares und vollständiges Bild über die Zusammensetzung der archäologischen und anthropologischen Hinterlassenschaft der Gepiden machen können. Auch die zahlreichen historischen, archäologischen und anthropologischen Grundprobleme des 5.-6. Jahrhunderts lassen sich ohne diese Übersicht nicht lösen.
Die erwähnten Zeitgrenzen konnten natürlicherweise bei der Sammlung der Altertümer nicht streng festgestellt werden, da das Auftreten der Gepiden im Mitteldonaubecken auf eine frühere Zeit zu setzen ist, ihre Hinterlassenschaft die Zeitgrenze 568 überschreitet und in das frühawarische Denkmalmaterial des 7. Jahrhunderts übergreift. Obwohl ihr Denkmalmaterial aus der Hunnen- und Awarenzeit hier in einem Korpus zusammengefaßt erörtert wird, soll das frühe und späte Denkmalmaterial der Gepiden, wegen seiner noch zu lösenden Problematik, doch in besonderen Werken behandelt werden.
Das Denkmalmaterial der Sarmatenzeit, das gewisseimaßen eine Vorstufe der Gepiden-kultur bildet, wird in den Zusammenfassungen von Mihály Párducz^ hinreichend beschrieben
^ Harmatta, J., A hun birodalom felbomlása országon, I—III. — Denkmäler der Saimatenzeit
(Die Auflösung des Hunnenreiches), I : A Magyar Ungarns, I—III : AH, XXV (1941), XXVII (1944—
Tud, Akad. Közleményei, II, 2 (1952), S. 147—192. 1947), XXX (1950).
^ Pärducz, M., A szarmatakor emlékei Magyar-