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Denkmale und Denkmalpflege in Berlin und in der Mark Brandenburg Peter Goralczyk Die Mark Brandenburg als eine einheitliche Kulturlandschaft zu beschreiben, hat seine Schwierigkeiten. Es fehlen die natürlichen Grenzen, die diesen Landesteil der DDR auf den ersten Blick für den unbefangenen Betrachter plausibel umschreiben könnten. Es fehlen so eindeutige topographische Besonderheiten, wie sie etwa Thüringen und Mecklenburg aufweisen. Das Bewufitsein der Bewohner, einer bestimmten natürlichen oder auch geschichtlichen Landschaft anzugehören, ist wenig entwickelt. Die Bevölkerung ist weniger homogén als etwa in Saehsen oder Mecklenburg. Sicher spielen hier die grófién Wanderungsbewegungen nach den zwei Weltkriegen eine Rolle, aber auch der Einflufi Berlins bei der Entwicklung zur Grofistadt. Berlin wurde zudem das bestimmende Zentrum, der orientierende Mittelpunkt des Gebietes. Die sich in Berlin, bei der Entwicklung zur Weltmetropole kulturell artikulierenden Kráfte liefien eine Orientierung auf die geschichtlich gewachsenen regionalen Besonderheiten nicht zu. Das spezifisch Berlinische sollte der Internationalismus sein. Dadurch sollte sich die Stadt vor den anderen Hauptstádten Europas auszeichnen. Dennoch gibt es eine eigenstándige kulturelle Entwicklung in diesem Gebiet, die u. a. gerade auch diesen freien und letzten Endes auch integrierend wirkenden Geist hervorgebracht hat. Die geschichtlichen Wurzeln dieser Entwicklung zu ermitteln, wáre eine interessante und lohnenswerte Aufgabe. Sie setzt allerdings eine sehr komplexe Betrachtung geschichtlicher Entwicklungen voraus, zu der sich der Verfasser nicht berufen fühlt. Vielleicht können aber die skizzenhafte Darstellung der architektonischen Entwicklung, vor allém in dem Gebiet der Mark Brandenburg, das heute zur DDR gehört, und die Erlauterung denkmalpflegerischer Arbeiten aus der j üngeren Vergangenheit einen Eindruck von den Eigenarten dieser Landschaft geben und deutlich machen, welcher Beitrag hier auf dem speziellen Gebiet der Pílege und Erschliefiung des kulturellen Erbes für die Erbepflege in der gesamten DDR geleistet wird. Die Provinz oder das Land oder auch die Mark Brandenburg gibt es als verwaltungstechnische Einheit seit der im Juli 1952 vorgenommenen Auflösung der ehemaligen Lánder des deutschen Reiches und der Gliederung des Gebietes der Deutschen Demokratischen Republik in Bezirke nicht mehr. Damit hatte ein Gebilde aufgehört zu existieren, das im Mittelalter im Zugé der deutschen Ostexpansion entstanden war, sich im Laufe der Jahrhunderte mehrfach durch dynastische Politik und dem üblichen Verlust und Hinzugewinn von Land verándert hatte und das als das eigentliche Kernland des Staates Preufien gegolten hatte. Zur Provinz Brandenburg, wie sie 1815 auf dem Wiener Kongrefi bei der Festlegung der Grenzen in Európa nach dem Sieg über Napóleon letztmalig neu umrissen wurde, gehörten gruppiert um die Verwaltungsmitte des Staates Preufien, der Residenzstadt Berlin, nördlich von ihr das Havelland, die Kerngebiete Ruppin, Glin und Barnim, südlich die Zaucbe und der Teltow, der Fiáming und die Niederlausitz, im Osten westlich der Oder das Oderbruch und das Land Lebus, weiter entfernt östlich der Oder das Warthebruch, und ebenso weiter entfernt im Norden die Uckermark, im Nordwesten die Prignitz und im Nordosten die Neumark. Nach der Zerschlagung des Hitlerfasehismus im zweiten Weltkrieg und der Bestátigung der Oder-Neifie-Grenze im Potsdamer Abkommen sowie der damit verbundenen Eingliederung