Bővebb ismertető
In den »Briefen eines reisenden Franzosen über Deutscliland an seinen Bruder zu Paris« (Zürich 1783) beginnt der 1754 in Hoeclist geborene Schriftsteller Johann Kaspar Riesbeck die Schilderung seiner Heimatstadt mit folgenden Worten: »Wir kamen durch das artige Städtchen Hoechst,welches zwei Stunden von Frankfurt auf einer Anhöhe eine vortreffliche und sehr gesunde Lage hat.« Dieser Lage auf dem hohen nördlichen Ufer des Mains (Bild 1) verdankt Hoechst seinen Namen, der im Jahre 790 zum erstenmal urkundlich als Hostat (Hochstadt) ins Licht der Geschichte tritt. Der ausgezeichneten Verkehrs-la^e an einem schiffbaren Fluß und an einer der meist-befahrenen Straßen Deutschlands zwischen Frankfurt und Mainz, der Hauptstadt des gleichnamigen
früheren Kurfürstentums, dem Hoechst bis 1802 angehörte, ist seine günstige wirtschaftliche Entwicklung zuzuschreiben. Entscheidend hierfür wurde die Gründung der Farbwerke Hoechst im Jahre 1863. Wer den Weg zur Stätte der Chemie fand, sollte auch Alt-Hoechst einen Besuch abstatten; er wird Entdeckungen machcn, die den Zeitaufwand lohnen. DieStadt wendet ihrGesicht dem Flusse zu, und hier bietet sich dem Auge durch die hochragende, mit Türmen bewehrte Mauer des H.Jahrhunderts das Bild einer mittelalterlichen Anlage in einer in Deutschland kaum mehr anzutreffenden Geschlossenheit. Das Maintor (Bild 2), das Hochwassermarken aus vier Jahrhunderten aufweist, war ehemals die einzige mainseitige Stadtzufahrt. Diether von Isenburg, der
'm
1 Mainufer, Schloß und Justinnskirche