Bővebb ismertető
D ie Honigkuchenbäckerei auch Lebzeltbäckerei" genannt nimmt im Handwerk wegen ihrer holzgeschnitzten, oft künstlerisch wertvollen Formen eine besondere Stellung ein. Die frühesten erhaltenen Formen (Model) in Europa stammen aus dem i6. Jahrhundert. Die Blüte dieses Kunsthandwerks fällt in das 17. Jahrhundert.Der Ursprung der Honigkuchenbäckerei reicht jedoch viel weiter zurück. Die wichtigste Voraussetzung war die Möglichkeit, Honig zu gewinnen. Der Mensch war lange Zeit hindurch fast ausschließlich auf den Honig angewiesen, um seinen Bedarf an Süßigkeiten zu decken. Der Honig der Waldbienen ist eines der ältesten Nahrungsmittel des Menschen, dessen Gewinnung ihm viel Mühe kostete. Schon in einer bekannten Darstellung aus dem Altertum wird ein Honigsammler gezeigt. Auch die ältesten geschichtlichen Denkmäler enthalten Hinweise auf den Honig. So fand man bei der Öffnung einiger ägyptischer Grabmäler mehrere Jahrtausende altes Honigbackwerk, Lebkuchen.Die Wertschätzung des Honigs ist nicht nur den Schwierigkeiten seiner Gewinnung und seinem hohen Zuckergehalt, sondern gewiß auch seiner Eigenschaft als bekömmliches Nahrungsmittel, das den Blutkreislauf und die Verdauung fördert, zuzuschreiben. Daher wurde er bei vielen Völkern auch zu Heilzwecken verwendet und spielte in der Welt des Aberglaubens und der Quacksalberei eine Rolle. Als Nahrungsmittel beschäftigte er jahrtausendelang die Phantasie der Menschen.