Bővebb ismertető
Unter den zahlreichen Möglichkeiten, Textilien auszuschmücken, ist die Stickerei die mannigfaltigste. Sie kann malerisch farbig und auch reliefartig sein. Es gibt Durchbrucharbeiten, die wie feines Schnitzwerk anmuten, Gold- und Silberstickereien, die an Goldschmiedearbeiten erinnern. In ihrer Technik sind die Stickereien so unterschiedlich, in ihrer Linienführung so ungebunden, daß die industriell hergestellten TextiUen ihnen niemals gleichgestellt werden können.
Unter den Schöpfungen des Textilfaches läßt die Stickerei die künstierische Initiative am besten zur Wirkung kommen. Ungebunden und unmittelbar bringt sie Schönheitssinn und Kunstverständnis, aber auch das technische Können derjenigen zum Ausdruck, die sie entwerfen und anfertigen. Deshalb wurde die Stickerei sozusagen zum Spiegelbild der Kultur- und Kunstauffassung der Völker.
Der Beginn der ungarischen Stickkunst hegt im frühen Mittelalter, Königin Gisela, Gattin Stephans I., des ersten Königs von Ungarn (1000—1038), gründete bereits eine Stickereistube. Der mit Goldstickereien reich geschmückte Krönungsmantel der ungarischen Könige soll hier angefertigt worden sein. Außer der Königin und ihren Hofdamen arbeiteten auch Nonnen, die aus Griechenland und aus deutschen Gebieten gekommen waren, daran.
Im 13. Jahrhundert wurden in den Nonnenklöstern Stickereien für kirchliche Zwecke hergestellt. Alte Legenden berichten, daß die Klosterfrauen auf der heutigen Margareteninsel in Budapest nach dem Mittagessen gemeinsam handarbeiteten. Doch erfahren